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Vorrede an den Chrisliichen eoser.
Wenn ich in Noͤthen beth und sing, So wird mein Hertz recht guter
ing.
Dein Geist bezeugt/daß solches frey Des ewgen Lebens Vorschmack sey. Singen und seine Stimme zur Eh⸗ re GOttes erhehen, ist ein Werck, das GOtt in die Natur durch die lieblich singende Voͤgelein gebildet hat. Erheben die ihre Stimme zum Lobe ihres Schoͤpffers und Freude der Menschen, warum solten die Kinder GOttes nicht zum Lobe ihres himmlischen Vaters auch mit ihrer Zunge und Stimme ermuntert wer⸗ den? warum solte GOtt dem HErrn, als ihrem Schoͤpffer, nicht ihr ver⸗ nuͤnfftiger Lob⸗Gesang gefallen? ich sage weiter: singen und seine Stim⸗ me zur Ehre GOttes erheben,ist ein Werck, das GOtt besohlen. Singet dem HErrn ein neues Lied, Ps. 33. v. 3. Singet dem HErrn. Jerem. 20., v. 13. Daher die Glaͤubigen Al⸗ tes und Neues Testaments es hoch geacht/ geuͤbt und geliebt. Mose und die Kinder Israel sungen, als der HErr sein Volck erloͤset, und den Pharao mit alle seinem Heer ins Meer gestuͤrtzet hatte, Erod. 15. De⸗ bora und Barack sungen, als der Hrr seinem Volck Gluͤck und Sieg gegeben hatte, Judie. y, v. I. David, ein Mann, versichert von dem Mes⸗ sia des GOttes Jacob, war lieblich mit Psalmen Israel, 2. Sam. 2z/ I. Hißkias,der Koͤnig in Israel, gelob⸗ te einen Freuden⸗Gesang/ wenn ihm Gott von seinem Siech⸗Lager auf⸗ helffen wuͤrde: HErr, hilff mir, so wollen wir meine Lieder singen, so lange wir leben, in dem Hause des HErrn, Jes. 38, 20. Die Christen Neues Testaments hat ten schon in der ersten Kirche ihre Gesaͤnge, wie aus den Vaͤtern Athanasio, Origi- ne und Augustino zu ersehen, und wendete die Kirche an solche nicht geringen Fleiß, Vid. Rittershusium t. 3. Sacr. Lect. c. ai, sahe auch da⸗
him daß nicht Plalmi Idiorici.d. i. Iu/
gepruͤffte Lieder, da man den Ges
uurd Iiee ndet 0 ane Voh dnnen wurden, wie davon der Canon Conei-
liiLaodiceni in codice Canonum n. ic Beh Hche Verfas besagt. Sie verordneten Cantore Gahaschen und Hll Canonicos, die alles damit in guttr lt, iedoch us Richtigkeit halten musten. So nach und Se loben wir billig den loͤblichen Fleif, Lit. A.
welcher auch in diesem Stuͤck noch I P. A. it. E. A, ist E heut zu Tage unter uns angewendet ens, welcher vonͤett wird. Es fehlt zwar an Gesang⸗Bie ntAdenwgenenllett chern nicht, warum solte es abel nicht wohl gethan seyn, daß so math⸗ che liebe Stadt, ja so manches Land die in ihren Kirchen uͤbliche Gesaͤnge in ein vollstaͤndiges Buch zusammen sammletꝛ der guten Absicht, daß man sich dieselben draus bekañt machen, und also GOtt mit einstimmenden Munde in der Versammlung dieneh moͤge. Nun diesen heilsamen Zweil hat es auch mit Ausfertigung un weitern Auflage dieses gegenwaͤrtj gen Wercks, welcher nuͤr nechst durch Verordnung des Hoch⸗Fuͤrft lichen Consistorũ dermassen gescharft fet worden; daß man schwartze Ta⸗ felgen an die Kirch⸗Thuͤren aufhaͤht gen, die Lieder, so beym oͤffentlichen Gottes⸗Dienste gesungen werden sollen, bran schreiben, olche aus den Gothaischen oder hiesigen Gesang⸗ Buche genommen, und die Gemeß⸗ ne sich mit dergleschen Buͤchern versehen, bedeutet werden u Wohlau! genigter Leser, so nim
Ochurt warerein Voigtl Hiteunter Luthero zu W Hubdetrfer Eangelisch Staden, inder Wette Uach oachimi, Chur Hhaandenburg,Hof⸗Prei Rr I Rotenburg an d nmauchzu Magdebure Attd endlich Süpekint Mecklenhurg, arb zu Maburg z, den g. Mo Eamahl wegen seiner B. Hetrieben worden, und Welt wohf kennen lerne Ettiget n.3.179 755 Mm ihm guch u 7zꝛ.
H. A. ist Renricns Alb Poet und Organist
es denn hin mit Danck und zum Ge brauch deiner Andacht. GOtt absy lasse dir dein bruͤnstiges Singen 40 80 nen suͤsn Vorschmack werden de e eet jenigen, welches du deꝛmahleins, auus Um
aller Noth und Gefahrerlöset, Ion, zu Ehren in dem himmlischen Ehul ö
der Cherubinen und Seraphinen.shse durch ein dreymahl heilig anstimt men, und sur dem Stuhle GOttes und des Laies Ihm ewig Lob, Prass
und Danck singen wirst, Amen. A
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tenburg, den 24, Augusti, 1714. Kurtz


