Von den Worten und Weisen des Gesangbuches
Barth(95 398), Schöner(279 514), Bahnmaier(100), harttmann(301) u. a. Kuch unser Elsaß hat eine ganze Reihe Dichter zu nennen: den ehrwürdigen Pfeffel(211 552), den weitgereisten ZSimmermeister Michael Meckert aus heiligenstein (59 251), den Lutheraner Weyermüller(42 106 315), den Reformierten Udolf Stöber(169), der sich auch auf dem Gebiete der weltlichen Dichtung seinen Platz unter den deutschen Dichtern geschaffen hat. Kls Straßburg im Uriege des Jahres 1870 belagert ward‚ tröstete man sich mit dem schönen Liede des Gründers des Diakonissenhauses, des edlen Franz härter(304), in dem er den Blick auf die ewige Heimat richtet, die unter allem Wechsel des Ir⸗ dischen die gleiche bleibt.—Die Schweiz hat durch hagenbach(317), Riggenbach(116), Preiswerk und Saremba(92) für die Ge⸗ meinde der Erwachsenen, durch 6. Geßner(392) und. Burck⸗ hardt(371 377) für die der Uinder schöne Lieder beigesteuert.
Hluch an neuen Weisen fehlt es nicht, die man von allen Seiten 12. der evangelischen Kirche dargeboten hat: der Russe Bortniansky
(255) und der Franzose C. Malan(403), der Gsterreicher Gruber (367) und der Schweizer Näg eli(392); aus Württemberg§F. Silcher (406), aus Bayern Cariz(405), aus Hhessen Ernold Mendels⸗ sohn(S. 451), aus Sachsen Wermann(410), aus Preußen R. Succo(329 S. 454). Und auch hier ist das Elsaß nicht un⸗ tätig gewesen. Zu dem Pfeffelschen Liede„Jehova“(211) hat der Pfarrer Johann Karl Gerold in Boofzheim eine Weise er⸗ funden, die weit über die Grenzen des engeren Vaterlandes hinaus⸗ gewandert ist und warme Kufnahme gefunden hat. Später hat Theophil Stern, Organist an der Neuen Kirche zu Straßburg, durch seine Tonsätze der elsässischen Kirche gedient(76 117 255 302), und der kunstbegabte Pfarrer von Bärenthal in Lothringen, Ihme(353 S. 462), hat durch seine Bemühungen das Verständnis für den Wert der alten Hirchenweisen im elsässischen Volke geweckt und gemehrt.
Überschauen wir noch einmal, was uns unser Gesangbuch an Worten und Weisen darbietet, so sehen wir wohl, daß hier in einer großen Mannigfaltigkeit der Sungen Gottes Cob gesungen wird. Leute aus verschiedenen Völkern, Kirchen und Honfessionen, solche, die sich Seit ihres Tebens als Gegner in Glaubenssachen gegenüber⸗ standen, sind hier friedlich beisammen zu finden. Die Gemeinde des Neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes, hört
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