369 Die Festzeiten
I0 und wär die Welt vielmal so
weit,
von Edelstein und Gold bereit't,
so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein.
„IIDersSammet und die Seide dein, das ist grob heu und Windelein, darauf du, König groß und reich, herprangst, als wärs dein himmel— reich.
12 Das hat also gefallen dir,
die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut.
13 ach mein herzliebes Jesulein. mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein.
14 Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton.
15 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,
der uns schenkt seinen eingen Sohn!
Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solchs neues Jahr. Martin Luther, 1485— 1546
3 Passion
weise: Wer nur den lieben Gott.
Georg Neumark, 1657
—.——..—— 65555.———
59 6N
Der Hir⸗te stirbt für sei⸗ne nur daß ich nicht ver-
mein hei⸗land ge- het in be-gibt er sich in sol
Her-de, lo ren wer⸗de,
den Cod;
* 15.3 er bü⸗ßet
ꝑPRRRR
frem⸗der Sün-de Schuld mit
2 Der hirte stirbt für seine Schafe
und macht sie von dem Code los;
das wechet mich vom Sünden— schlafe,
denn seine Liebe ist so groß.
Er stirbt am Ureuz und opfert sich,
0. diese Ciebe dringet mich!
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na⸗men-lo-ser Liéb und huld.
3 Der hirte stirbt für seine Feinde,
die ihn beleidigt und betrübt;
doch stirbt er auch für seine Freunde,
die er als seine Schafe liebt.
Er gibt sein Leben für sie hin,
0o unaussprechlicher Gewinn!


