6 nehmt weg das Stroh, nehmt weg das heu!
Ich will mir Blumen holen,
daß meines Heilands Lager sei
auf lieblichen Violen;
mit Rosen, Nelken, Rosmarin
aus schönen Gärten will ich ihn
von obenher bestreuen.
7 Zur Seite will ich hie und dar
viel weißer Lilien stecken,
die sollen seiner Kuglein Paar
im Schlafe sanft bedecken.
Doch liebt viel mehr das dürre Gras
dies Kindelein als alles das,
was ich hier nenn und denke.
Eigene Weise.
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Weihnachten 364⁴
8 Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Ceibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herrlichkeit durch Elend und Urmseligheit; das will ich dir nicht wehren.
Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden!
Paul Gerhardt, 1607—1676
J. K. Peter Schulz, 18. Jahrhundert — *..—
1 Ihr Min-der⸗lein, kom-met, o kom-met doch
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all, zur Krip-pe her
kom-met in Beth- 1e. hems
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Stall und seht. was in
————
Nacht der Da-ter im Him— mel für e de—0— macht.
2 O seht in der Urippe im nächt⸗ lichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hell⸗
glänzendem Strahl
in reinlichen Windeln das himm⸗ lische Kind,
viel schöner und holder, als Engel es sind.
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