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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel / hrsg. vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
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38 Am 24. und 25. Sonntage nach Trinitatis.

Epistel, Phil. 3, V. 1721.

olgt mir, lieben Brüder, und seht

auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Wei⸗ nen, die Feinde des Kreuzes Christi, welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu schanden wird, derer, die irdisch gesinntsind. Unser Wandelaber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Wir⸗ kung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen.

Evang. am 24. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, V. 1826.

a er solches mit ihnen redete, siehe,

da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus standauf und folgte ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihmund rührte seines Kleides Saum an. Dennsiesprach beisich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Undals er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weicht, denn das Mägd⸗ lein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; da stand das Mägdlein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land.

Epistel, Kol. 1, V. 914.

Deunmeen auch wir, von dem Tage an, da wir es gehört haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu

bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Er⸗ kenntnisseines Willens in allerlei geist⸗ licher Weisheit und Verstand. Daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Er⸗ kenntnis Gottes, und gestärkt werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmütig⸗ keit mit Freuden. Und danksagt dem Vater, der uns. gemacht Vich, dem Erbteil der Heiligen im Li welcher uns errettet hat von der Obrig⸗ keit der Finsternis und hat uns ver⸗ setzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden.

Evang. am 25. Sonnt. n. Trinit., Matth. 24, V. 1528.

WeLnn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehe an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke daraufh),

alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nie ge⸗ wesen ist von Anfang der Welt bis⸗ her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden ver⸗ kürzt, so würde kein Mensch selig;

aber um der Auserwähltenr willen wer⸗ den die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da, so sollt ihr es nicht glauben. Denneswerden falsche Christi undfalsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder thun, daß verführt werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auser⸗ wählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darumwennssezueuchsagen werden: Siehe, er ist in der Wüsten,

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