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uns scheiden kann von deiner Liebe, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn.
Herr Jesus Christus, du Mittler des neuen Bundes, demüthige uns heute aufs tiefste durch den Anblick deines heiligen Leidens und Sterbens. Wir haben dir Mühe und Arbeit gemacht mit unsern Sünden, und um unserer Uebertretungen willen bist du verwundet worden. Aber du hast durch deinen Tod das große Werk unserer Erlösung vollbracht, du hast in deinem Tode wie in deinem Leben deine Liebe gegen uns verherrlicht. O laß heute die Predigt von deinem Kreuze und das heilige Gedächtnißmahl deines Todes ge⸗ segnet sein! Ergreife uns mit der Kraft deines Geistes, und versetze uns in die Gemeinschaft deines Lebens, daß von heute an unser alter Mensch mit dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nachtragen in Glauben und in Geduld.
Barmherziger Gott, verleihe jetzt deinen Dienern, mit Kraft zu reden von den Wundern deiner Erbarmung und das Wort vom Kreuze in Lauterkeit und Wahrheit zu verkündigen, und segne an uns allen das Gedächtniß des Leidens und Sterbens unsers Heilandes. Amen.
Unser Vater u. s. f.
Zweites Gebet vor der Predigt.
Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn dahingegeben hat, auf daß wir durch ihn lebten.
Herr Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi und durch ihn unser Vater! Wir kommen vor dein heiliges Angesicht und beten dich an mit Lob und Dank, daß du in dem, der von keiner Sünde wußte, die Welt mit dir selbst versöhnet hast, auf daß wir in ihm die Gerechtigkeit erlangen, welche vor dir gilt. O gieb uns allen heute zu erkennen die Tiefe des Reichthums deiner ewigen Liebe, daß unser Mund voll werde deines Lobes und wir mit allen Gläubigen dir ewig Dank und Hallelujah singen.
Du Gott voll Gnade und Barmherzigkeit! Du wendest dich zu denen, die zerbrochenen Herzens sind. O so brich in unsern Herzen allen Hochmuth und alle Selbstgerechtigkeit, und hilf uns in auf⸗ richtiger Demuth unsere Sünden bereuen vor dir. Laß uns nicht mehr unsere eigenen Wege gehen in selbsterwählter Weisheit, sondern ziehe uns hin zu dem, den du uns gemacht hast zur Weisheit und Gerechtig⸗ keit, zur Heiligung und Erlösung. Ach Herr, wir erkennen unsere Ueber⸗— tretungen, und unsere Sünde ist uns wohlbewußt. Darum bitten wir dich: Verbirg dein Antlitz nicht vor uns; blicke nicht auf unsere Schuld, sondern auf die Gerechtigkeit deines geliebten Sohnes, und um seinet⸗ willen laß auf uns ruhen dein Wohlgefallen. Nimm uns hin zu deinem völligen Eigenthum, und erquicke heute uns alle unter dem Kreuze deines Sohnes mit der freudigen Zuversicht der Versöhnung mit dir.
Segne an uns allen das Gedächtnißmahl des Todes unsers Herrn, daß es uns ein Pfand sei unserer Versöhnung mit dir, und wir, gestärkt durch dasselbe am inwendigen Menschen, immer mehr heran⸗ wachsen an ihm, der das Haupt ist.
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