E. Ewi ges Leben. 695
Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend ran⸗ gen, Nun bist du, Heil, uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr; Das Alte ist nicht mehr, Halleluja! Er sank hinab, Wie wir, ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm! Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724—1803.
Wie schön leuchtet der ꝛe.
Phil. 1, 21. 8 40 WMie wird — mir dann, o, dann mir sein, Wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, In ihm entschlafen werde, Von keiner Sünde mehr entweiht, Entladen von der Sterblichkeit, Nicht mehr der Mensch von Erde! Freu' dich, Seele! Stärke, tröste Dich, Erlöste, Mit dem Leben, Das dir dann dein Gott wird geben!
2. Ich freue mich und bebe doch: So drückt mich meines Elends Joch, Der Fluch der Sünde nieder! Der Herr erleichtert mir mein Joch; Es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, Glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Christus, Laß mich streben, Dir zu leben, Dir zu sterben, Dei—
Mel.
nes Vaters Reich zu erben! 3. Verachte denn des
Todes Graun, Mein Geist! Er ist ein Weg zum Schaun, Der Weg im finstren Thale! Er sei dir nicht mehr fürch— terlich: Ins Allerheiligste führt dich Der Weg im finstren Thale. Gottes Ruh' ist Unvergänglich, Ueber⸗ schwenglich; Die Erlösten Wird sie unaussprechlich trösten.
4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, Die mich, wenn nun mein Auge bricht, Zu deinen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, Eh' ich dies Flehen noch vollbracht, Mein Lob dir ausgestammelt. Vater, Vater, Ich befehle Meine Seele Deinen Händen, Dei⸗ nen treuen Vaterhänden!
5. Vielleicht sind meiner Tage viel', Ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, An dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, Die Hütte mei⸗ ner Sterblichkeit, Wird sie erst spät zertrümmert: Laß mich, Vater, Reiche Saaten Guter Thaten Dann beglei— ten Vor den Thron der Ewigkeiten!
6. Wie wird mir dann, ach,


