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RMM die beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. M
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dls Uespasian selbst zum staiser er ⸗ wählt ward, begab er sich nach Rom, und überließ die fortsetzung des serieges dem Titus.
Die durch die unerhörten õrausam⸗ keiten des Johannes und der Zelo⸗ ten äußerst beängstigten Cinwoh⸗ ner in Jerusalem hatten in dieser zeit ein neues heer von Räubern unter einem Anführer namens Si⸗ mon in die Stadt gelassen, um lurch sie von jenen Ungeheuern be⸗ freit ju werden; allein diese aber⸗ malige Verblendung vergrößerte nur ihr Elend. Denn dieser Simon, ller bereits in Jdumäa die fürchter⸗ lichsten Verwüstungen angerich⸗ tet, Übertraf annoch den Johannes an 6rausamkeit und Blutbegierde, zwang denselben, sich in den Tem⸗ pel zurückzuziehen, und da auch des⸗ sen partei sich trennte, und ein Teil lerselben unter dem Cleazar den innern Tempel behauptete, so be⸗ kriegten diese drei räuberischen haufen sich untereinander auf das heftigste, opferten eine große menge dler Cinwohner ihrer Wut auf, ver⸗ larben durch Raub und Brand den in der Stadt befindlichen Vorrat der Lebensmittel, und legten dadurch den õrund zu der bald nachher er⸗ folgenden erschrecklichen hungers⸗ not.
Bei einer solcher Verfassung rückte Titus im siebenzigsten Jahre nach Christi 6eburt im Anfange des Aprils mit seinem wohlgerüsteten heere und in Begleitung des Jose⸗ phus vor die Stadt Jerusalem. Sel- bige war mit einer dreifachen sehr starken mauer und vielen Türmen
versehen und faßte, außer dem sehr befestigten Tempel, die Burg Anto⸗ nia und andre feste Schlösser in sich. Die feier des osterfestes hatte auch damals eine ungewöhnliche menge Juden in derselben versammelt, wodurch sowohl die hungersnot desto geschwinder vermehrt, als duch der auf der ganzen Nation ru⸗; hende fluch um so deutlicher offen⸗ bar wurde. Bei dem Anfange der belagerung vereinigten sich zwar dlie drei aufrührerischen Rotten jum tapfern Widerstande gegen die Rö⸗ mer, fügten ihnen durch heftige Ausfälle vielen Schaden zu, und setzten bei einem derselben selbst den Titus in die äußerste 6efahr. Allein jene vereinigung dauerte nicht lange. Johannes überwältigte durch List und õewalt die Partei des Eleaʒar, und bemächtigte sich unter vielem blutvergießen des ganzen Tempels. die berteidigung der Stadt war also jwischen ihm undd dem Simon geteilet, die aber gleich· falls nicht aufhörten, sich unterein⸗ ander zu bekriegen, sobald nur die Römer ihnen einige Ruhe ließen.
nachdem Titus den Juden vergeb⸗ lich den frieden hatte anbieten las⸗ sen, ward die Belagerung mit gro⸗ ßem Eifer fortgesetzt und gegen das ende des Aprils die erste mauer und fünf Tage nachher die andre ein⸗ genommen, und obwohl die Juden sich der letztern wieder bemachtig⸗ ten, ward solche doch nach einer dreitägigen Bestürmung mit einer großen miederlage der Juden völlig behauptet. Wenige Tage nachher ward der Angriff auf die Burg
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