Teil eines Werkes 
1 (1906) Große Missionsharfe
Entstehung
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Dorwort zur achtzehnten Ruflage.

Es gereicht mir zu hoher Freude, daß dieGroße Missionsharfe in der von mir seit der 13. Auflage(1895) besorgten Bearbeitung eine so günstige Aufnahme gefunden und zu den alten Freunden sich viele neue hinzu erworben hat. Daher lag, als der Herr Verleger mich zu einer Revision des Buches aufforderte, kein Anlaß vor, an der ihm in der 13. Auflage gegebenen Gestalt zu rütteln; vielmehr glaubte ich etwa vorzunehmende Anderungen auf das notwendigste Maß beschränken zu müssen. Zwar sind mir die Einwände nicht unbekannt, welche gegen manche Lieder unserer Sammlung erhoben werden; aber es mußte ja, wie ich im Vorworte zur 13. Auflage betont hatte, ein möglichst enger Anschluß an die bereits in 60. Auflage vorliegendeKleine Missions⸗ harfe erstrebt werden, und mit Rücksicht darauf war der Grundstock der aufzunehmenden Lieder festgestellt. Alle Einwürfe gegen dies oder jenes Lied in unserm Buche treffen mithin nicht mich, sondern die ehrwürdigen Redaktoren derKleinen Missionsharfe. Was die andern, in derselben nicht stehenden Lieder angeht, so entschied für deren Auf⸗ nahme natürlich der persönliche Geschmack, über den nach einem alten Sprichworte nicht zu streiten ist; und ich kann nur versichern, daß ich bei der Auswahl mit der größten Gewissenhaftigkeit zu Werke gegangen bin. Fällt dann auch darüber das Urteil absprechend aus, so verschlägt dies weiter nichts. Welche Bedeutung kann es überhaupt für den Herausgeber eines Buches haben, aus irgend einem öffentlichen Blatte zu erfahren, was sich von selbst versteht, daß nämlich ein anderer über dies oder jenes in seinem Buche eine abweichende Ansicht hege? Auch hierbeweisen Zahlen, und der Erfolg der vorliegenden Sammlung, die seit meiner Neubearbeitung innerhalb fünf Jahren sechs neue Auflagen erlebt hat, ist mir ein hinreichender Beweis dafür, daß ich nicht auf unrichtigem Wege gewesen bin. Ja, es will mir scheinen, als ob etwas von dem alten Segen, der auf derKleinen Missionsharfe, dieserWerberin für das Reich Gottes, immer gelegen, sich auf ihre große Schwester vererbt habe; ist sie doch in vielen tausend Häusern, wo man betet und singt, ein lieber Gast geworden.

) Seminar⸗Musiklehrer A. Knabe irrt also, wenn er in derMonatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst II. Bd.(1897), Nr. 2 behauptet, die Lieder 173, 174 und 212 ständen nicht in der Kleinen Missionsharfe. Dieselben sind tatsächlich in der 44. Auflage derselben(1887), welche ich für die 13. Auflage vorliegender Sammlung benutzte, und auch noch in der 60. Auflage(1899) enthalten, ebenso wie der Text von Nr. 240, dessen Wert nach Knabe einzweifelhafter ist.