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I. Allgemeine Gebetlieder. 15
Feind verzeiht Und dem Freund das Leben weiht;
6. Hoffnung, die mit hohem Haupte, Wenn die Welt ihr alles raubte, Hinblickt, wo sie wonnevoll Alles wieder finden soll;
7. Starken Muth im Kampf des Christen Mit der Welt und ihren Lüsten; Sieg dem Geist, und wenn er siegt, Demuth, die im Staub sich schmiegt;
8. Duldung, alle Lebensplagen
färben, Und der letzte Seufzer spricht: O mein Jesu, laß mich nicht!
10. Willst du, Herr von meinem Leben, Diese Seligkeit mir geben, So wird auch die Leidensnacht Mir zum heitern Tag gemacht.
11. Immer will ich beten, ringen, Stille harren, Dank dir bringen, Bis dein Ruf einst meinen Geist Zu dir, Vater, kommen heißt.
12. Seele, gib dich nun zu—
Mit Gelassenheit zu tragen; frieden: Jesus kommt und stärkt
Stilles Harren, bis der Tod
Mich erlöst auf dein Gebot;
9. Seelenruhe, Muth im Ster⸗ ben, Wann die Lippen sich ent⸗
die Müden; Nur vergiß nie sein Gebot: Sei getreu bis in den Tod! Offenb. Joh. 2, 10.
Schubart, geb. 1739 4 1791.
Eigene Mel.(2 Petri 3, 9. Jer. 29, 11.)
22. Der du das Los von meinen Tagen Und meines Le— bens Glück und Plagen Mit Güt und Weisheit mir bestimmt, Dir, Gott, dank ich mit frohem Herzen, Das seine Freuden, seine Schmerzen Aus deinen Segenshänden nimmt.
2. Du hast im Lauf von mei— nem Leben Mehr Glück als Lei— den mir gegeben, Mehr Guts, als ich verdient, beschert. Muß ich den Abend lang auch weinen, Läßst du mir doch die Sonne scheinen, Wann kaum der Mor-⸗ gen wiederkehrt. Ps. 30, 6.
3. Soll ich nach deinem Wohl— gefallen Durch mancher Prü— fung Enge wallen, Die Fleisch und Blut mir schwerer macht,
So darf mein Herz doch nicht verzagen; Ich weiß, du bist bei meinen Plagen Stets auf mein wahres Wohl bedacht.
4. Selbst aus des Lebens Bit— terkeiten Weißt du mein Glück mir zu bereiten Und schaffst aus Finsternissen Licht; Du bahnst vor mir die rauhen Stege Und leitest mich auf mei— nem Wege, Wenn Licht und Leitung mir gebricht.
5. Drum soll vor dir mein Herz sich stillen; Ich weiß, daß ohne deinen Willen Kein Haar von meinem Haupte fällt. Auf dich allein kann ich vertrauen Und meiner Zukunft Hoffnung bauen In dieser unbeständ'gen Welt. Matth. 10, 30.


