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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg
Entstehung
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Dein Herz ist mütterlich, Das heißt dich wachen; Das Kind liegt sorgenlos, Sanft in der Mutter Schoß, Die wirds schon machen.

10. Herr, habe acht auf mich! O zeuch mich ganz in dich Mit Leib und Seele! Dein bin ich,

14 I. Allgemeine Gebetlieder.

du bist mein, Du, den ich mir allein Zum Hort erwähle.

11. Herr, habe acht auf mich Beim letzten Kampf, wann ich Von hinnen scheide; Führ mich durch dein Geleit In deine Herr⸗

lichkeit, Zur ew'gen Freude! Wahrsch. v. Allendorf, geb. 1695 17738.

Eigene Mel.(Ps. 38, 22 ꝛc. 143. 10.)

20. Ach Gott, verlaß mich nicht! Gib mir die Gnaden hände; Ach führe mich, dein Kind, Daß ich den Lauf vollen⸗ de Zu meiner Seligkeit; Sei du mein Lebenslicht, Mein Stab, mein Hort, mein Schutz: Ach Gott, verlaß mich nicht!

2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; Ach laß mich nimmermehr In Sünd und Schande fallen; Gib mir den guten Geist, Gib Glau benszuversicht, Sei meine Stärk und Kraft: Ach Gott, verlaß mich nicht!

3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder

bösen Stunde; Wenn mir Ver⸗ suchung naht Und meine Seel anficht, So weiche nicht von mir: Ach Gott, verlaß mich nicht!

4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Komm gnädig mir entgegen; Ach Vater, kröne doch Mit reichem Himmelssegen Die Werke mei⸗ nes Amts, Die Werke meiner Pflicht, Zu thun, was dir ge fällt: Ach Gott, verlaß mich nicht!

5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben; Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht; Hilf mir in Noth und Tod: Ach Gott, verlaß mich nicht!

Salomo Franck, geb. 1659 1725.

Eigene Mel.(Joh. 15, 7. Matth. 6, 19-21. 1 Kor. 13, 13.)

21. Urquell aller Seligkeiten, Die in Strömen sich verbreiten Durch der Schöpfung weit Ge biet, Vater, hör mein flehend Liedl

2. Nicht um Güter dieser Erde, Des erhabnen Geists Beschwer de, Um die Weltlust komm ich nicht, Vater, vor dein Angesicht.

3. Schätze, die mich nicht verlas sen, Wann ich sterbend werd er⸗

blassen, Tugenden, des Christen werth, Sind es, die mein Herz begehrt.

4. Geber aller guten Gaben!

Festen Glauben möcht ich haben, Wie ein Meerfels unbewegt, Wenn an ihn die Woge schlägt;

5. Lieb, aus deinem Herzen stammend, Immer rein und im⸗

mer flammend, Liebe, die dem

Haup alles wonn soll; . ö des ihren Und!