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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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68 Belehrung.

mit Christo liegen, zu beschreiben. Kein Auge hat's gesehen, kein Ohr hat's gehört, in keines Menschen Herz ist's gekommen, was GOtt den so mit IEsu ver⸗— einigten Seelen bereitet hat. Nur wer's erfahren hat, weiß es, aber er kann es nicht sagen. Daher wollen wir nur bei den Worten IEsu bleiben, und besonders hören, was er(Joh. 6, 51—58.) von der Vereini⸗ gung mit ihm durch das Essen seines Fleisches und durch das Trinken seines Blutes spricht.

§. 28. Beweis, daß Joh. 6, 51—58. vom heiligen Abendmahl die Rede sey.

Zwar meinen Viele, diese Stelle handle nicht vom heiligen Abendmahl, sondern blos von einer geistigen Wirksamkeit und von geistiger Aufnahme Christi durch den Glauben. Aber warum gebraucht dann IEsus immer die Ausdrücke: Essen mein Fleisch, Trinken mein Blut? Siebenmal sagt er: Wir müssen sein Fleisch essen, und dreimal: Wir müssen sein Blut trinken. Das wäre doch in der That gar zu aufsallend, wenn es nichts Weiteres bedeuten sollte, als: Glaubet an mich, nehmet mich geistig in euch auf. Der Heiland sprach doch sonst nicht so massiv körperlich, vielmehr hatte er immer für geistige Dinge auch geistige Worte, und wo er bildlich redete, da geschah es doch nie so, daß des Bildes mehr gewesen wäre, als der dadurch bezeichneten Sache; Bild ist bei ihm Wesen, so wie sein Name Wesen ist. Wollte er nur geistiges Aufnehmen verlan⸗ gen, warum gebrauchte er nicht die sonst gewohnten Ausdrücke, die doch deutlich und stark genug sind, und warum läßt er es nicht bewenden bei dem geistigeren: Brod des Lebens? Warum spricht er auch vom Fleisch, ja sogar vom Blut? In dem Worte„Brod“ lag Bild genug zur Verdeutlichung; die Worte: „Fleisch und Blut“ aber konnten als bloßes Bild nicht verdeut⸗ lichen. Man braucht ein Bild, um eine dunkle Sache deutli— cher zu machen. Bei IEsu aber wäre das Bild dunkler gewe⸗ sen als die Sache, und er hätte etwas Deutliches durch etwas höchst Undeutliches erklärt, wenn er zur Bezeichnung des ibm

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