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über die Heilsordnung. 59 liche erhöhet wird in das Geistliche. So wenig wir selbst uns nähren können ohne Speise und Trank, so wenig können wir selig werden, wenn wir nicht IEsum essen. Und indem wir den für uns gebrochenen Leib und das für uns vergossene Blut genießen, so nehmen wir den an unserer Statt gekreuzigten IJEsum in uns auf und werden theilhaftig seines Todes und seiner Auferstehung und aller Früchte seines großen Erlö— sungswerkes. Alles, was Er für uns gelitten und ge— than und uns erworben hat, das wird durch das Abend⸗ mahl innerlich in uns, der Christus für uns wird da— durch zum Christus in uns, Christus in uns mit seinem ganzen Himmelssegen, Christus in uns als das vollkommene Ebenbild GOttes, als der reine und hei— lige Urmensch, der uns wieder gibt, was wir in Adam verloren haben, als der ewige Prophet, Hohepriester und König, als der große Wiederbringer alles Ver— lorenen und Verderbten, als der wahrhaftige GOtt und das ewige Leben. Darum spricht er: Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe durch den Vater, d. h. weil der Vater in mir ist, also: wer mich i sset, derselbige wird auch leben durch mich, d. h. weil ich das Leben in ihm bin(Joh. 6, 57.). Daher sagt Steinhofer: das Abendmahl ist die koncentrirte Gnade des ganzen Testamentes GOttes, es ist ein sichtbares Evangelium.
In Christo wohnt leibhaftig die ganze Fülle der GOttheit, in ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntniß, in Christo also nehmen wir durch den Genuß seines Leibes und Blutes alle die seligmachenden Wahrheiten unseres Glaubens wesent⸗ lich in uns auf und sind vollkommen in ihm, in


