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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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Heilslehre und Heilsordnung. 41

gierden hat er keine Macht, die Welt und sich selbst zu verläugnen, GOtt zu lieben, GOtt zur Ehre zu leben, himmlisch gesinnt zu seyn, das vermag kein Mensch ohne GOtt. Aus diesem Tode des inneren Menschen folgt für alle Unbußfertigen nicht nur der leibliche, sondern auch der andere Tod, das ewige Verderben in der Hölle. Ja, die Hölle ist jetzt schon innerlich in allen Herzen, die in ihrer sündigen Natur bleiben; wie es Nacht ist auf der Erde, wenn sie“ von der Sonne abgekehrt ist, so Nacht im Herzen, wenn es von GOtt, der Geistersonne, abgekehrt ist. Die Gottlosen, d. h. die von GOtt losen, haben keinen Frieden(Jes. 48, 22.).

So ist die sünde⸗ und fluchbeladene Menschheit ein ödes Feld voll Todtengebein, eine ungeheure Wüste, eine verlorene und verdorbene Sündermasse, von der Jesajas 49, 9 ff. sagt:„Wir harren auf das Licht, siehe, so wird es finster, auf den Schein, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. Wir tappen nach der Wand, wie die Blinden, und tappen, als die keine Augen haben. Wir stoßen uns im Mittag, als in der Däm— merung, wir sind im Düstern wie die Todten. Denn unserer Uebertretungen vor dir ist zu viel, und unsere Sünden antworten wider uns.“ Und alle Bemühungen, sich selbst zu helfen, nennt der Prophet Spinn-— gewebe, das nicht zu Kleidern, Gewirke, das nicht zur Decke taugt, Gedanken der Mühe, Wege des Ver⸗ derbens und Schadens. Voll Schmerz ruft er(64, 6.): „Wir sind allesammt wie die Unreinen, und alle un⸗ sere Gerechtigkeit ist wie ein unfläthiges Kleid. Wir sind Alle verwelket, wie die Blätter, und unsere Sün⸗ den führen uns dahin, wie ein Wind. Du verbirgest