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Heilslehre und Heilsordnung. 37
Zweite Abtheilung.
Zusammenhang des heiligen Abendmahls mit dem
christlichen Glauben und Leben.
1. Hauptinhalt der christlichen Cehre und
Heilsordnung.)) §. 17. 1) Bild GOttes im Menschen.
GOtt schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde GOttes schuf er ihn. Er machte ihn aus einem Erdenklos und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele. Der Odem ist der Geist, der Geist ist der wesenhafte Hauch aus GOtt, GOttes Wesen verwandt und ähnlich, und mit ihm Eins, so lange er nichts Anderes will, als was GOtt will. Wie der Leib mit der Erde, so hängt der Geist mit der oberen Welt, mit GOtt, als seinem Element, zusammen, und so ist Himmlisches und Irdisches im Menschen wesentlich vereinigt, und wie GOtt weise,
*) In meinem Predigtbuch über die Episteln habe ich am Schluß die ganze christliche Glaubens- und Sittenlehre als Lehre vom Reiche GOttes in sieben Abschnitte getheilt: I. Stif⸗ tung des Reiches GOttes(GOttes Wesen, Dreieinigkeit Schöpfung, besonders des Menschen nach GOttes Bild). II. Stö⸗ rung des Reiches GOttes(die ganze Lehre von der Sünde und ihren Folgen in Zeit und Ewigkeit). III. Wiederherstellung des Reiches GOttes durch Christum(Rathschluß der Erlösung, Vor⸗ bereitung im Alten Bund, Erfüllung in Christo, dessen Person, Geschichte, Geschäft, das prophetische, hohepriesterliche und könig⸗ liche Amt; in ihm GOttes Reich vollkommen). IV. Einführung in das Reich GOttes durch den heiligen Geist(dessen Straf⸗, Trost⸗ und Lehramt, Gnadenordnung, Bekehrung, Gnadenmittel der Kirche). V. Heilsgüter des Reiches GOttes(Gnadenstand). VI. Wandel im Reiche GOttes(Liebe GOttes und des Nächsten und wahre Selbstliebe). VII. Vollendung des Reiches GOttes auf der Erde und im Himmel.


