16 3. Weihnachtslieder.
klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. Halleluja!
6. Du kehrst in fremder Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein; du liegst an einer Menschenbrust und bist doch aller Engel Lust. Halleluja!
7. Du bist der größte Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind; Herodes achtet dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja!
8. Ich aber, dein gering— ster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja!
9. Der Will ist da, die Kraft ist klein, doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja!
10. Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll: du kommst ja nur deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja!
11. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei, du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. Halleluja!
12. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigenthum, und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja!
13. Ich will dein Halle— luja hier mit Freuden singen für und für und dort in deinem Ehrensaal solls schal⸗ len ohne Zeit und Zahl. Halleluja!
Paul Gerhardt, 4 1676.
Mel. Warum sollt ich mich denn gr. 28 F.I soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft jauchzt und ruft: Christus ist geboren!
2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir Mensch zu Gute; Got— tes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute.
3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns giebt, was er liebt über alle Ma⸗ ßen? Gott giebt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren.
4. Seht, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich
und dich, spricht mit süßen
Lippen: lasset fahren, lieben


