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Beicht- und Communion-Büchlein für evangelische Christen : zum Gebrauch sowohl in, als außerhalb des Gotteshauses / [Wilhelm Loehe]
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Du hast mir zugelaßen, daß ich den Seelenwein im Glauben möchte faßen und Dir vermählet sein.

3. Bei Dir hab ich gegeßen die Speise der Unsterb⸗ lichkeit, Du hast mir voll gemeßen den edlen Kelch, der mich erfreut. Ach Gott, Du hast erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig jetzt sich neiget mein Herz vor Liebesbrunst. Du hast mich laßen schmecken das köstlich Engelbrot, hinfort kann mich nicht schrecken Welt, Teu⸗ fel, Sünd und Tod.

4 So lang ich leb auf Erden, preis ich Dich, lieb ster IEsu, wohl, daß Du mich läßest werden von Dir und durch Dich satt und voll. Du hast mich selbst ge tränket mit Deinem theuren Blut und Dich zu mir ge lenket, o unvergleichlichs Gut. Nun werd ich ja nicht sterben, weil mich gespeiset hat, der nimmer kann ver derben, mein Trost, Schutz, Hilf und Rath.

5. Wie kann ichs aber faßen, HErr IEsu, daß Du mit Begier Dich hast so tief gelaßen vom Himmelssaal herab zu mir? Du Schöpfer aller Dinge besuchest Dei nen Knecht, ach hilf, daß ich Dir bringe ein Herz, das fromm und schlecht, das gläubig Dir vertraue, damit nach dieser Zeit ich ja Dein Antlitz schaue dort in der Ewigkeit.

6. Du bists, der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, den bald ein Wind vertreibet, HErr, ich bin arm, und du bist reich. Du bist sehr groß von Güte, kein Unrecht gilt bei Dir, ich, boshaft von Gemüthe, kann fehlen für und für. Noch kommest Du hernieder zu mir, dem Sündenmann, was geb ich Dir doch wieder,

das Dir gefallen kann?

7. Ein Herz, durch Reu zerschlagen, ein Herz, das