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kannst maßen), daß mir's nicht bringt Gefähr. Ich weiß, du wirst's nicht laßen.
8.
Ich will von meiner Missethat zum HErren mich bekehren; Du wollest selbst mir Hilf und Rath hiezu, o Gott, bescheren und Deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren.
2. Natürlich kann ein Mensch doch nicht sein Elend selbst empfinden; er ist ohn Deines Geistes Licht blind, taub und todt in Sünden. Verkehrt ist Will, Verstand und Thun; des großen Jammers komm mich nun, o Va⸗ ter, zu entbinden.
3. Klopf durch Erkenntnis bei mir an und führ mir wol zu Sinnen, was Böses ich vor Dir gethan, Du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer und Beschwer, laß über meine Wangen her viel heiße Thränen rinnen.
4. Wie hast Du doch auf mich gewandt den Reich— tum Deiner Gnaden. Mein Leben dank ich Deiner Hand, die hat mich überladen mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot, Du machst, daß mir noch keine Noth bis hieher können schaden.
5. Hast auch in Christo mich erwäͤhlt tief aus der Höllen Fluthen, so daß es niemals mir gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja Dein eigen sei, hast Du mich auch aus bloßer Treu gestäupt mit Vaterruthen.
6. Wer gibt den Kindern, was Du mir gegeben, zu genießen? Schenk aber ich Gehorsam Dir? Das zeiget mein Gewißen, mein Herz, in welchem nichts ge—
*) D. h. Maße oder Weg finden, vermittelu!


