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25. Sonntag nach Trinitatis. 119
traurig seid, wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Dar⸗ nach wir, die wir leben und über⸗ bleiben, werden zugleich mit den⸗
selben hingerückt werden in den
Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.
Evangelium: Matth. 24, 15—28.
(Greuel der Verwüstung.) Wenn ihr nun sehen werdet
ů den Greuel der Verwüstung, (davon gesagt ist durch den Pro⸗
pheten Daniel,) daß er stehet an der heiligen Stätte,(wer das lieset, der merke draufl) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht her⸗ nieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sab⸗ bat. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht ge⸗ wesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein
erwähleten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hie ist Christus oder da, so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Pro⸗ pheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführet werden in den Irrtum(wo es möglich wäre) auch die Auser⸗ wähleten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer, so glaubt nicht. Denn gleich wie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.
Neue Perikopen. Epistel: Hebr. 10, 32—39. (Werfet euer Vertrauen nicht weg.) GLanket an die vorigen Tage, —in welchen ihr, nachdem ihr erleuchtet waret, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens, zum Teil selbst durch Schmach und Trübsal ein Schau⸗ spiel worden, zum Teil Gemein⸗ schaft gehabt mit denen, welchen es also gehet. Denn ihr habt mit den Gebundenen Mitleiden gehabt und den Raub euer Güter mit Freuden erduldet, als die ihr wisset, daß ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt. Werfet euer Ver⸗ trauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen Gottes tut und die Ver⸗ heißung empfahet. Denn„noch über eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll und nicht verziehen. Der Gerechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird
Mensch selig; aber um der Aus⸗ meine Seele kein Gefallen haben.“


