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22. Sonntag nach Trinitatis. 115
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Bruder seine Fehler.
Neue Perikopen. Epistel: Hebr. 13, 1—9. (Es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde.)
Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein, ver⸗ esset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebunde⸗ nen, und derer, die Trübsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen, und das Ehe⸗ bette unbefleckt, die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch genügen an dem, das da ist. Denn Er hat gesagt:„Ich will dich nicht verlassen noch ver⸗ säumen“; also daß wir dürfen sagen:„Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was sollte mir ein Mensch tun?“ Ge⸗ denket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen.
Evangelium: Luk. 9, 57—62. (WVer ist geschickt zum Reiche Gottes)
ODSie gingen in einen andern Markt. Es begab sich aber,
da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen,
wo du hin gehest. Und Jesus euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen ein jeglicher seinem
sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir 1.— Der sprach aber: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten In Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes. Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug leget und siehet zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.
Alttestamentlicher Abschnitt: Spr. Sal. 24, 14— 20.
(Der Gerechte fällt und stehet wieder auf.)
Also lerne die Weisheit für deine Seele. Wenn du sie findest, so wird's hernach wohlgehen und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. Laure nicht als ein Gott⸗ loser auf das Haus des Gerechten; verstöre seine Ruhe nicht. Denn ein Gerechter fällt siebenmal und stehet wieder auf; aber die Gott⸗ losen versinken in Unglück. Freue dich des Falles deines Feindes nicht, und dein Herz sei nicht froh über seinem Unglück. Der Herr möchte es sehen und ihm übel gefallen und seinen Zorn von ihm wenden. Erzürne dich nicht über den Bösen und eifre nicht über die Gottlosen. Denn der Böse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird ver⸗ löschen. 8*


