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110 20. Sonntag
er hat meine Augen aufgetan. Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht höret, sondern so jemand gottesfürchtig ist und tut
nach Trinitatis.
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seinen Willen, den höret er. Von
der Welt an ist's nicht erhöret, daß jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Wäre
dieser nicht von Gott, er könnte
nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und lehrest uns? Und stießen ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie n ausgestoßen hatten. Und da er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist's? auf daß ich an ihn glaube. Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn ge⸗ gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber 9 105 Herr, ich laube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum Ge⸗ richte auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches höreten etliche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach u ihnen: Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprecht: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde.
Alttestamentlicher Abschnitt: Psalm 32, 1—7.
(Wohl dem, dem die übertretungen vergeben sind.)
Wobl dem, dem die üÜber⸗
tretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist! Denn da ich's wollte verschweigen, ver⸗ schmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrock⸗
denn es ist böse Zeit.
nete, wie es im Sommer dürre wird.(Sela.) Darum bekannte ich dir meine Sünde und verhehlte meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Über⸗ tretungen bekennen. Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. (Sela.) Um des willen werden alle Heiligen zu dir beten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann.(Sela.)
20. Sonntag nach Trinitatis. Alte Perikopen. Epistel: Eph. 5, 15—2t. (Sehet zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt.)
So sehet nun zu, wie ihr vor⸗ S sichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und kaufet die Zeit aus; Darum werdet nicht unverständig, sondern Wile ⸗ was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein werdel vol Wesen folget, sondern werdet vo Geistes; redet untereinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in euren Herzen, und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater, in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi; und seid untereinander untertan
in der Furcht Gottes.
Evangelium: Matth. 22, 1—14. (Die königliche Hochzeit.) Qesus antwortete und redete Wabermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmel⸗ reich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte; und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit rufeten; und
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