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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel / hrsg. vom Königl. Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
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ist also Dinge iu gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir über⸗ geben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch eraquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanft⸗ mütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Alttestamentlicher Abschnitt: Hiob 5, 1726. (Er schlägt und heilt.)

Siete. selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigre dich der Züchtigung des Allmäch⸗ tigen nicht. Denn Er verletzet und verbindet; er zerschlägt und seine Hand heilet. Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Übel rühren. In der Teurung wird er dich vom Tod erlösen und im Kriege von des Schwertes Hand. Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt. Im Verderben und Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten; sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten; und wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen und nichts vermissen; und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden; und wirst im Alter zu Grab kommen, wie Garben eingeführt werden zu seiner Zeit.

17. Sonntag nach Trinitatis. Alte Perikopen. Epistel: Eph. 4, 16. (Ein Leib und Ein Geist.) Sse ermahne nun euch ich Ge⸗

Dandelt⸗ in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's erußen eurem Beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanft⸗ mut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe, und seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Be⸗ rufs. Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen.

Evangelium: Luk. 14, 111. (Sabbatfeier in Liebe und Demut.)

E begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer auf einen Sabbat, das Brot zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wasser⸗ süchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den u5 surach: Ja und Pharisäern und sprach: Ist's

auch recht, auf den Sabbat heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilte ihn und ließ ihn gehen. Und antwortete und sbrach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und

er nicht alsbald ihn herauszeucht am Sabbattage? Und sie konnten

ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwähleten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan,