709.
Sonntag. 37
O. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gieb zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall.
2 Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und singt, solches in dein Herze dringt.
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Gieb, daß ich den Tag beschließe,
wie er angefangen ist;
segne, pflanze und begieße,
der du Herr des Sabbaths bist,
bis ich einst auf jenen Tag
ewig Sabbath halten mag. Jonathan Krause 1701—1762.
38.
Mel. Schmücke dich, o liebe Seele.
— 1. Zei⸗ge dich uns oh-ne Hül-le, ström auf uns der Gna
daß an die⸗sem Got-tes-ta⸗-ge
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2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbathstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbath ewig währet!
Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was ich überm Grab einst höre,
mit dem Va⸗ter
sinds nicht Überwinderchöre?
sich ver ei- ne. Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1805.


