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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel : [nebst] Evangelien und Episteln / hrsg. vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
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28 Am 7. und 8. Sonntage nach Trinitatis.

die sind in seinen Tod getauft? So sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleich⸗ wie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auf⸗ erstehung gleich sein; dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sünd⸗ liche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer ge⸗ storben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, das Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; das er aber lebt, das lebt er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde ge⸗ storben seid, und lebt Gott in Christo Jesu, unserm Herrn.

Evang. am 7. Sonnt. n. Trin., Mark. 8, B. 19.

3Z²⁴ der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharrt und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Wo⸗ her nehmen wir Brot hier in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, daß sie die⸗ selbigen vorlegten; und sie legten dem Bolk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hieß

dieselben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt, und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten: und er ließ sie von sich.

Epistel, Röm. 6, V. 1923.

Occh muß menschlich davon reden, NI um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienst der Un⸗ reinigkeit, und von einer Ungerechtig⸗ keit zu der andern, also begebt nun auch eure Glieder zum Dienst der Ge⸗ rechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämt; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei. und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn.

Evang. am 8. Sonnt. n. Trin., Matth. 7, V. 1523.

eht euch vor vor den falschen

Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen, oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmel⸗ reich kommen, sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem

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