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Am 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis. 27
Evang. am 5. Sonnt. n. Trinit., Luk. 5, V. 1—11.
Ed begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stand am See Gene⸗ zareth und sahe zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren aus⸗ getreten und wuschen ihre Netze, trat er in der Schiffe eins, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte auf⸗ gehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werft eure Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im anderen Schiffe waren, daß sie kämen und hälfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und füllten beide Schiffe voll, also, daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, siel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hin⸗ aus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ange⸗ kommen, und alle die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie mitein⸗ ander gethan hatten, desselbigengleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Zäbedäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach.
Epistel, 1. Petri 3, V. 8—15.
Erc aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort; sondern dagegen segnet und wißt, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen,
der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und thue Gutes; er suche Frieden, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn sieht auf die, so Böses thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommt? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschreckt nicht. Heiligt aber Gott den Herrn in eurem Herzen.
Evang. am 6. Sonnt. n. Trinit., Matth. 5, V. 20—26. Eꝰ sei denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt ge⸗ hört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten: wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig. Wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf den Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und ver⸗ söhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst über⸗ antworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Heller bezahlst.
Epistel, Röm. 6, V. 3—11. Wiß ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind,
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