Druckschrift 
Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel : [nebst] Evangelien und Episteln / hrsg. vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2 Anfäng d Schluß 7. Herr, komm in mithrden laß mein Geist auserden

des Gottesdienstes.

Mel.: Gott des Himmels und der Erden.

ein Heilt ch Wen; 8 dir ein Heiligtum noch ide ch 4. Großer Gott von alten

komm, du nahes Wesen,

Zeiten, dessen Hand

*

in mir verkläre, daß ich stedie Welt regiert, dessen Treu dich lieb und ehre; wo ich get, auf allen Seiten mich von

sitz und steh, erblicken und bücken.

Gerhard Tersteegen, 169717 69.

vor dir mich

Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag, oder: Vom Himmel hoch. 3 Gottlob! der Sonn⸗ tag kommt herbei, die Woche wird nun wieder neu. Heut hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. (Halleluja.)

2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ist und schenkt Leben, Heil und Seligkeit. (Halleluja.)

3. Das ist der rechte Son⸗ nentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. (Halleluja.)

4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort: laß mich hier leben heiliglich

und dir lobsingen ewiglich. (Halleluja.)

Joh. Olearius, 16111684.

laß mich dich Nugend auf

geführt, heute weades Tages Lauf mich zu laur Andacht auf.

2. Ach, 2. lieb ich diese

Stunden, densie saind des

Herren Fest, das mit viel Trost verbunden, da m

dare mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist.

3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet und singt, daß

mir die Gerechtigkeit, Tro es durch die Wolken dringt.

4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sam⸗ meln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht.

5. O mein Gott, sprich selber Amen; denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn.

Kaspar Neumann, 1648-1715.