15² X. Lieder.
meine Fehle Nun ist— er steht mir selbst dafür— Gar nichts Verdammliches mehr an mir.
Nun hab ich Gott in ihm erkannt Und darf ihn Vater nennen, Ja, er, der vielmehr mich erkannt, Will mich als Kind erkennen. Von Sünd' und vom Gesetze los, Sitz ich dem Vater nun im Schoß.
Nun will und kann ich nach dem Sinn Des Fleisches nimmer leben, Noch meine Glieder fernerhin Zum Sünden⸗ dienst ergeben. Was an mir ist, das lebt und dient Nur dem allein, der mich versühnt.
Nun will ich auch mit ihm zugleich Gern leben, leiden, sterben. Und dann mit ihm das Himmelreich, Das er er⸗ erbt, ererben. Ich ruf' ihn an zum letzten End': Herr! nimm mich nun in deine Händ'!
Chr. K. Ludw. Pfeil, geb. 1712, f 1784.
11. Gelübde. Nun so will ich denn mein Leben Völlig meinem Got ergeben; Nun, wohlan! es ist geschehn! Sünd', ich will von dir nicht hören; Welt, ich will mich von dir kehren, Ohne je zurück zu sehn!
Hab ich sonst mein Herz geteilet, Hab ich hie und da verweilet, Endlich sei der Schluß gemacht, Meinen Willen ganz zu geben, Meinem Gott allein zu leben, Ihm zu die⸗ nen Tag und Nacht.
Herr, ich opfre dir zur Gabe All mein Liebstes, das
ich habe; Schau ich halte nichts zurück: Schau und prüfe
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