150 X. Lieder.
Die Zeit ja bald hinschleicht, Darnach uns wird ge⸗ reicht Der Kelch der Freuden. O Trostes Überfluß, Der dann ersetzen muß Das kleine Leiden.
Da wird die Traurigkeit Von Freud und Herrlichkeit Werden verschlungen. Wenn Gott das weiße Kleid Giebt denen nach dem Streit, die hier gerungen.
O geuß, Immanuel, In unser Herz und Seel Einfalt und Wahrheit. Gieb uns Weisheit in dir Und schenk uns für und für Klugheit und Klarheit.
Mach uns in dir bereit, Durch Leiden in die Freud So einzudringen, Daß wir Triumph! Triumph! Der Herr ist da! Triumph! Bald fröhlich singen.
9. Danksagung. Meinen Jesum laß ich nicht, Meine Seel ist nun genesen; Selig ist das heut'ge Licht, Da ich Jesu Gast gewesen: Drum ruft jetzt mein Herz und spricht: Meinen Jesum laß ich nicht.
Meinen Jesum laß ich nicht, Weil er mich so brünstig liebet Und als meines Herzens Licht Sich auch mir zu eigen giebet, Und sich ewig mir verspricht, Meinen Jesum laß ich nicht.
Herr, dein Leib und teures Blut, Das ich jetzo hab genossen, Stärkt mich und macht alles gut, Daß hinfort ich nicht verstoßen Bin von Gottes Angesicht. Meinen Jesum laß ich nicht.
Wohl mir, daß mich nichts mehr drückt! Ach wie
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