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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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146 X. Lieder.

Gott, ach erhör mein Seufzen, Schreien, Du aller⸗ liebstes Vaterherz, Wollst alle Sünden mir verzeihen Und lindern meiner Seele Schmerz: Erbarme u. s. w.

Wahr ist es, übel steht der Schade, Den niemand heilet außer du: Ach! aber Gnade, Gnade, Gnade! Ich laß dir doch nicht eher Ruh: Erbarme dich u. s. w.

Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, Sag, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünden sind ver⸗ geben, Hinfürder sündige nicht mehr! Erbarme dich u. s. w.

Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin ich zwei⸗ felsfrei, weil sich der Trost im Herzen mehret: Drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich u. s. w.

Christoph Tilius, geb. 1641, 4 1703.

6. Vergebung. Jesus nimmt die Sünder an; Sa⸗ get doch dies Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen: Hier ist, was sie retten kann; Jesus nimmt die Sünder an.

Keiner Gnade sind wir wert, Doch er hat in seinem Worte Eidlich sich dazu erklärt: Sehet nur die Gnaden⸗ pforte Ist hier völlig aufgethan; Jesus nimmt die Sün⸗ der an.

Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte: Jesus, der uns nie vergießt, Suchet treulich das verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an.