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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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Mensch

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X. Lieder. 14⁵

Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, Die Sünde zu vergeben. Es ist doch unser Thun umsonst Auch in dem besten Leben: Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich fürchten jedermann Und deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn allein verlassen mich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort: Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren.

Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzwei⸗ feln nicht noch sorgen: So thu Israel rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward Und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnaden; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schaden: Er ist allein der gute Hirt der Jsrael erlösen wird Aus seinen Sünden allen.

Dr. Martin Enther, geb. 1483 4 1546.

5. Beichte. Ich armer Mensch, ich armer Sünder, Steh' hier vor Gottes Angesicht; Ach Gott, ach Gott, ver⸗ fahr gelinder, Und geh nicht mit mir ins Gericht: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich.

Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner großen Sünd, Bis daß ich Gnad von dir erlange, Ich armes

und verlornes Kind: Erbarme dich u. s. w. Baur, Kommunionbuch. 10