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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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VIII. Die dauernde Gemeinschaft. 121

welchem du einen freien Zugang zum Vater hast. Halte

dein inneres Leben für den Einfluß des Geistes von oben immerdar offen, durch jenes Gebet ohn' Unterlaß, das da ist ein beständiges Aufatmen in der Gnade Gottes als in der Luft des wahrhaftigen Lebens. Aber laß dein Gebet nicht im unaussprechlichen Seufzen des Geistes verharren, sondern sprich klare einfältige Kindesworte zu dem Vater im Himmel nicht bloß Flehen um zeitliches Gut, son⸗ dern um das Ewige, nicht bloß Bitte um Zuwendung von Gaben, sondern auch Dank für empfangene Gaben, und nicht bloß Dank, der sich an ein einzelnes knüpft, sondern versenkt in die Herrlichkeit Gottes laß Geist und Stimme in lautem, vollem Lobe oftmals ausbrechen! Wache, damit du betest. Denk' an Petrus, der am Abend für Christus sterben wollte, in der Nacht seines Herrn Todes⸗ angst verschlief und am Morgen den, welchen er nimmer verlassen wollte, und wenn sie auch alle von ihm ließen, verleugnete. Wache, damit nicht von innen oder von außen die Versuchung wie ein starker Gewappneter über dich komme. Und damit du wackere Augen habest, das Schädliche von dir abzuhalten, prüfe dich selbst. Immer wieder, wie du vor dem Abendmahl gethan, alle Tage, die dir Gott giebt, leg' an dein Leben den Maßstab des Gottes⸗ willens, der heiligen Liebe, der Vollkommenheit Jesu Christi. Und zur Selbstprüfung suche dich zu sammeln. Verliere nicht in dem, was du thust, und was du erlebst, dich selbst.