2 J. Das Weizenkorn und der Weinstock.
die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Stehst du vor einer ernsten Lebensentscheidung: laß dich in deinem Wunsche, deines Heilandes für diese Entscheidung durch das Abendmahl neu gewiß zu werden, bestärken! Hat die Seele, welche Gott dir zum innigsten Bund an⸗ getraut hat, dich gebeten, du möchtest dich dem kräftigsten Mittel, die Ehe zur tiefsten Gemeinschaft des Lebens zu machen, dem gemeinsamen Genuß des Abendmahles, nicht länger entziehen: es wird Eheleuten lieb sein, wenn sie gemeinsam ein treugemeintes Wort über die rechte Feier des Abendmahls hören dürfen. Sieht dein Kind dich bittend an, du möchtest doch bei seiner ersten Kommunion ihm zur Seite sein: laßt euch, ihr Eltern, durch des Kindes Verlangen beschämen und erwecken und lest mit⸗ einaͤnder, was euch in Treue geboten wird! Trifft dies Wort eine jugendliche Seele„wie eine Lilie, vom Tau des Geistes noch eben bei der Einsegnung wieder aufgefrischt: laß dir raten, daß du auch beim ersten Abendmahl„wie die zarte Blume willig dich entfaltest“ und alle Gnaden⸗ fülle, die dein Heiland dir bietet, in dir aufnehmest. Der zu dir spricht, hebt seine Rede nicht an, ohne selbst den Geist Gottes, der Mund und Weisheit giebt, um das rechte Wort gebeten zu haben.
2. Du willst zum Abendmahl unseres Herrn Jesu Christi gehen. Wie gering oder wie groß deine Erkennt⸗ nis sei, soviel ist dir klar: es handelt sich dabei um die


