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ist freilich nicht für jedermann. Es genügt indes, gehorsam zu erfüllen, was das dritte Kirchengebot vorschreibt:„Du sollst die gebotenen Fasttage, wie auch die Abstinenztage halten.“ Hier ist die Rede von zweierlei Fasten: 1. vom eigentlichen Fasten oder Abbruch in Speise und Trank; 2. von der Ab⸗ stinenz oder Enthaltung von Fleischspeisen.— An manchen Tagen ist beiderlei Fasten vorgeschrieben.— Für ängstliche Seelen noch einige Wortel„Fasten schadet der Gesundheit!“ hört man manchmal sagen, doch die Wahrheit ist es nicht. An Fasten ist noch niemand gestorben, wohl aber viele an den Folgen der Unmäßigkeit.„Halte Maß in Speis' und Trank, so wirst du alt und selten krank!“ sagt ein wahres Sprichwort.„Fasten fördert die Gesundheit!“, so lautet das Urteil verständiger Arzte. Erfahrung und Geschichte lehren, daß das Fasten auch dem leiblichen Wohle dient und das Leben verlängert. Die alten Einsiedler führten ein hartes, entbehrungsreiches Leben und wurden dabei über 100 Jahre alt.— Wahr ist es, daß die Entsagung einige Überwindung und Opfersinn fordert; indes ohne Arbeit kein Lohn! — Um es zu wiederholen: Das Fasten ist ein überaus wertvolles Schutz⸗ und Heil⸗ mittel für Leib und Seele, eines der rostbaren Mittel, um zur Freiheit und zum Glücke der Kinder Gottes zu gelangen, daher unentbehrlich auf dem Wege zum Himmell
Vom Trinken.
Hüte dich vor den berauschenden Getränken, ins⸗ besondere vor den scharfen und gebrannten! Das ünd die Feinde der Menschheit! Sie schaden dem Menschen an Leib und Seele. Schuld daran ist das Gift, welches alle berauschenden Getränke enthalten: Alkohol genannt. Wie die Schlange im Grase, ver⸗ birgt sich Alkohol im Glase: im Wein, Bier, Brannt⸗ wein, 18— Arrak, Rum, Likör.— Kennst du die Schlange?—
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