16 I. Heilige Zeiten.
4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, Besieg allhier des Fleisches Reich; Denn unser Geist, in Fleisches Haft, Sehnt sich nach deiner Himmelskraft.
5. Von deiner Krippe glänzt ein Strahl, Der leuchtet durch dies finstre Thal; Er giebt der Nacht so hellen Schein, Der stets wird unverlöschlich sein.
Nach einem lateinischen Kirchen⸗
gesang des vierten Jahrhunderts
von Joh. Franck, 1618-4677.
Mel. Ach was soll ich ünder machen.
30. Kommst du, kommst
du, Licht der Heiden? Ja du kommst und säumest nicht, Weil du weißt, was uns ge⸗ bricht. O du starker Trost in Leiden, Jesu, meines Her⸗ zens Thür Steht dir offen, komm zu mir!
2. Ja, du bist bereits zu⸗ gegen, Du Weltheiland, Gottes Sohn; Meine Sinne spüren schon Deinen gnadenvollen Segen Und das Wunder dei— ner Kraft, Welches Heil und Leben schafft.
3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Fle⸗ hen hin; Schaffe, daß mein Geist und Sinn Sich in dei⸗— nem Lieben übe; Sonst zu lieben dich, mein Licht, Steht in meinen Kräften nicht.
4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, Daß dich meines Herzens Grund Innig preise für die Güte, Die du mir, o Seelen⸗ gast, Lebenslang erwiesen hast.
5. Laß durch deines Geistes Gaben: Liebe, Glauben und Geduld, Durch Bereuung meiner Schuld Mich zu dir sein hoch erhaben; Dann so will ich singen dir Hosianna für und für.
Ernst Christoph Homburg, 1605—4684.
Mel. Erschienen ist der herrlich Tag.
31. Nun kommt das neue
Kirchenjahr, Des freut sich alle Christenschar;: Dein König kommt, drum freue dich, Du wertes Zion, ewig⸗ lich. Halleluja!
2. Wir hören noch das Gnadenwort, Das Wort vom Heiland immerfort, Das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja!
3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, Die unsern Glaͤuben stets vermehrt, Laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja!
Joh. Olearius, 1611- 1684.
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