Augsburgiſche Confeſſion. nicht zuwider, noch entgegen iſt,
fa achten wir auch, unſre Wider⸗ acher können in obenangezeig⸗ ten Artikeln nicht uneinig mit uns ſein. Derhalben handeln diejenigen ganz unfreundlich, geſchwind und wider alle chriſt⸗ liche Einigkeit und Liebe, ſo die Unſern derhalben als Ketzer ab— zuſondern, zu verwerfen und zu meiden, ihnen ſelbſt ohne eini⸗ gen beſtändigen Grund gött⸗ licher Gebote oder Schrift vor— nehmen. Denn die Irrung und
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Zank iſt vornehmlich über etliche Traditionen und Mißbräuche. So denn an den Hauptartikeln 127 befindlicher Ungrund oder Mangel, und dies unſer Be⸗ kenntniß göttlich und chriſtlich iſt, ſollten ſich billig die Biſchöfe, wann ſchon bei uns der Tra⸗ dition halben ein Mangel wäre, gelinder erzeigen, wiewohl wir verhoffen, beſtändigen Grund und Urſache darzuthun, warum bei uns etliche Traditionen und
Mißbräuche geändert ſind.
Artikel, von welchen Zwieſpalt iſt, da erzählt werden die Mißbräuche, ſo geändert find.
Der jweiundzwanzigſte Artihel. Von beider Geſtalt des Sakra⸗ ments.
Der dreiundzwanzigſte Artikel. Vom Eheſtand der Prieſter. Der virrundzwanzigſte Artikel. Von der Meſſe.
Der fünfundzwanzigſte Artikel. Von der Beichte.
Der ſechsundzwanzigſte Artikel. Vom Unterſchied der Speiſen. Der ſiebenundzwanzigſte Artikel. Von Kloſtergelübden.
Der achtundzwanzigſte Artihel. Von der Biſchöfe Gewalt.
Beſchluf der Confeſſion.
Die obengemeldeten Artikel haben wir, dem Ausſchreiben nach, übergeben wollen zu einer Anzeigungunſeres Bekenntniſſes und der Unſern Lehre. Und ob jemand befunden würde, der daran Mangel hätte, dem iſt
man ferner Bericht, mit Grund göttlicher Schrift, zu thun er— bötig.
Ew. Kaiſerl. Majeſtät
Unterthänigſte
Jshannes, Herzog zu Sachſen, Kurfürſt. Georg, Markgraf zu Brandenburg. Ernſt, Herzog zu Lüneburg. Philipp, Landgraf zu Heſſen. Wolfgang, Fürſt zu Anhalt. Die Stadt Nürnberg.
Die Stadt Reutlingen.


