214 Tod und
4 Wie wirds sein, wie wirds sein,
wenn ich zieh in Salem ein,
in die Stadt der goldnen Gassen!
Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,
was das wird für Wonne sein!
5 Paradies, Paradies,
wie ist deine Frucht so süß!
Unter deinen Lebensbäumen
wird uns sein, als ob wir träumen;
bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Knak, 1806—1878
Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist
37 Mein Leben ist ein
Pilgrimstand; ich reise nach dem Vaterland, nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt auf Bundesblut gegründet hat; da werd ich meinen Gott stets loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, ich reise nach dem Vaterland.
2 So schnell ich Land und Sand verlaß,
so schnell läuft auch 3 Stunden⸗ glas,
und was vorbei ist, kommt nicht
ö wieder;
ich eile zu der Ewigkeit.
Herr Jesu, mach mich nur bereit,
eröffne meine Augenlider,
daß ich, was zeitlich ist, veracht
und nur nach dem, was ewig, tracht.
Ewigkeit
5 Israels Hüter, Jesu Christ,
der du ein Pilgrim worden bist,
da du mein Fleisch hastangenommen,
zeig mir im Worte deine Tritt,
laß mich bei einem jeden Schritt
zu deinem Heil stets näher kommen.
Mein Leben flieht; ach eile du
mit deiner Gnad und Hilf herzu. Friedrich Adolf Lampe, 1683—1729
Eigene Weise
37 8 HAlle! Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen. Wen suchn wir, der Hilfe tu, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine! Uns reuet unsre Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat.
Mädchen! Heiliger Herre Gott! Knaben! Heiliger, starker Gott! (Mädchen!
Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Knaben! Laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not.
Alle!
Kyrieleison! 15. Jahrhundert.


