Druckschrift 
Deutsches Kindergesangbuch / von Paul Zauleck in Bremen. Völlige Neubearbeitung nach den hinterlassenen Vorarbeiten seines Vaters hrsg. von Joh. Zauleck. [Mit Bildern von R. Schäfer]
Entstehung
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Natur und Ernte

verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.

15 Erwähle mich zum Paradeis und laß mich bis zur letzten Reis' an Leib und Seele grünen; so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen.

Paul Gerhardt, 16071676

Weise: Lob Gott getrost mit Singen

3 5 Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit,

all mein Gemüt erneuen,

der Mai viel Wonne beut:

die Lerch tut sich aufschwingen

mit ihrem hellen Schall;

lieblich die Vögel singen,

voraus die Nachtigall.

2 Der Kuckuck mit sein'm Schreien

macht fröhlich jedermann,

des Abends munter reihen

sich Mägdlein wohlgetan.

Spazieren zu den Brunnen,

pflegt man zu dieser Zeit;

all Welt sucht Freud und Wonne

mit Reisen fern und weit.

3 Es grünet in den Wäldern, die Bäume blühen frei,

die Röslein auf den Feldern von Farben mancherlei.

Ein Blümlein steht im Garten, heißt: Christ, vergiß nicht mein; das edle Kraut zu warten,

gibt Trost der Seele dein.

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4 Das Kraut je länger je lieber in meinem Herzen blüht,

bringt mich zu Gott hinüber, weil Christ mich stets behüt't.

Ich hab es wohl vernommen, was dieses Kraut vermag;

wohl dem, der mit Gotts Namen und Wort umgeht all Tag.

5 Darum lobt Gott im Sommer, desgleich im Winter tut; Christ wendt all unsern Kummer und bringt viel Freud und Mut. Der Zeit will ich genießen, solang ich leb allhie; Gotts Gnad wird sich ergießen üb'r uns so spät wie früh. 1571 35 wie schallts dorten so lieblich hervor! Fürchte Gott!: ruft mir die Wachtel ins Ohr. Sitzend im Grünen, von Halmen umhüllt, mahnt sie den Horcher am Saaten⸗ : Liebe Gott!: gefild: Er ist so gütig und mild.

2 Wieder bedeutet ihr hüpfender : Lobe Gott!:[Schlag: der dich zu lohnen vermag.

Siehst du die herrlichen Früchte

im Feld?

Sieh sie mit Rührung, Bewohner : Danke Gott!:[der Welt! der dich ernährt und erhält.

Eigene Weise