E.
Natur und Ernte 199
2 Es regnet,
Gott segnet
den hohen Baum, den kleinen Strauch
und all die tausend Blumen auch.
O frischer Regen,
du Gottessegen!
3 Es regnet,
Gott segnet;
was lebt und webt in weiter Welt: für jedes Tier ein Tröpflein fällt. O frischer Regen,
du Gottessegen!
4 Es regnet, Gott segnet die Menschen alle väterlich; sein Himmelstau erquickt auch mich. O frischer Regen, du Gottessegen! Johann Peter Hebel, 1760—1826
Eigene Weise
351 Freuet euch Eide
denn sie ist wohl wert der Freud.
O, was hat für Herrlichkeiten unser Gott da ausgestreut.
2 Und doch ist sie seiner Füße reich geschmückter Schemel nur, ist nur eine schönbegabte, wunderreiche Kreatur.
3 Freuet euch an Mond und Sonne und den Sternen allzumal,
wie sie wandeln, wie sie leuchten über unserm Erdental.
4 Und doch sind sie nur Geschöpfe von des höchsten Gottes Hand, hingesät auf seines Thrones weites, glänzendes Gewand.
5 Wenn am Schemel seiner Füße und am Thron schon solcher Schein, o was muß an seinem Herzen erst für Glanz und Wonne sein!
Philipp Spitta, 1801—1859
Eigene Weise
3 52 Geh aus, mein Herz, und
suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.
2 Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.
3 Die Lerche schwingt sich in die Luft
das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder.
4 Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus,


