Natur und Ernte
Eigene Weise Die Himmel rühmen des
34 Ewigen Ehre,
ihr Schall pflanzt seinen Namen fort.
Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen ie Meere;
vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort!
Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne?
Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt?
Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne
m und läuft den Weg gleich als ein Held.
2 Vernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Natur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Weltꝰ Er ist dein Schöpfer, ist Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Er ists: ihnliebe von ganzem Gemüte und nimm an seiner Gnade teil!: Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769
Eigene Weise
349 Du schöne Zn. 6, dem
wer hat in solcher Wracht dich vor die Augen mir gestellt, ! wer dich so schön gemacht?:
2 Wie trägst du so ein weißes mit goldnem Staub besät,(Kleid, daß Salomonis Herrlichkeit vor deiner nicht besteht?:
3 Gott hob dich aus der Erde Grund,
hat liebend auf dich acht;
er sendet dir in stiller Stund
: ein Engelein bei Nacht.
4 Das wäscht dein Kleid mit Tau so rein
und trocknets in dem Wind
und bleicht es in dem Sonnenschein
und schmückt sein Blumenkind.:
5 Du schöne Lilie auf dem Feld, in aller deiner Pracht
bist du zum Vorbild mir gestellt, zum Lehrer mir gemacht.:
6 Du schöne Blume auf dem Feld, du kennst den rechten Brauch. Du denkst: der hohe Herr der Welt versorgt sein Blümchen auch.:
Philipp Spitta, 1801—1859
Eigene Weise 35 Es regnet, Gott segnet die Erde, die so durstig ist, daß ihren Durst sie bald vergißt. O frischer Regen, du Gottessegen!
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