Weise: Aus meines Herzens Grunde
Nun jauchzet all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit,
weil unser Heil ist kommen,
der Herr der Herrlichkeit,
zwar ohne stolze Pracht,
doch mächtig, zu verheeren
und gänzlich zu zerstören
des Teufels Reich und Macht.
ö 2 Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt:
im hohen Himmelsthrone
ist ihm sein Reich bestellt.
Er will hier seine Macht
und Majestät verhüllen,
bis er des Vaters Willen
im Leiden hat vollbracht.
3 Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.
4 Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit,
die ihr an allen Enden
ö müßt haben Angst und Leid: seid dennoch wohlgemut,
laßt eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eur höchstes Gut.
Advent
15 O du mein Trost
5 Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, ö der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ist's, der helfen kann: halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606—- 1673
Eigene Weise
und süßes Hoffen, laß mich nicht länger meiner Pein, mein Herz und Seele sind dir offen, o Jesu, ziehe bei mir ein!
Du Himmelslust, du Erdenwonne, du Gott und Mensch, du Morgenglanz, ach komm, du teure Gnadensonne, durchleuchte meine Seele ganz!
2 O daß du doch mein Herz dir machtest zu deiner Krippe, Kindlein hehr, und in ihm schlummertest und wachtest, als wenn es deine Wiege wär! Dann wär in Wahrheit mir gegeben ein selig Ende meiner Pein. Ach Herr, daß du in mir kannst leben, woll erst in mir geboren sein!
3 OHeiland, stille mein Verlangen mit deines Kommens Seligkeit! Voll Demut will ich dich empfangen; mein Herz und Seele sind bereit,


