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Gesangbuch für die Evangelisch-reformierte Kirche der deutschen Schweiz : [nebst] Anhang [...] / bearb. für den Kanton Schaffhausen
Entstehung
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52 Geschichte der Passion.

5. Das Grab.

21. Darnach am Abend, dieweil es der Rüsttag war, kam ein reicher Mann, mit Namen Joseph, von Arimathia, ein ehr⸗ barer Rathsherr, ein guter, frommer Mann; der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel, und wartete auch auf das Reich Gottes; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und gieng hinein zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesu. Pilatus aber ver⸗ wunderte sich, daß er schon todt war, und rief dem Hauptmann und fragte ihn, ob er längst gestorben wäre. Und als er es erkundet von dem Hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam geben. Es kam auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhen und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leich⸗ nam Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit den Speze⸗ ö reien, wie die Juden pflegen zu begraben.

Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, das Grab Josephs, welches er hatte lassen in den Fels hauen, in welches niemand je gelegt war. Dahin legten sie Jesus, um des Rüsttags willen der Juden, dieweil der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war. Und Joseph wälzte einen großen Stein vor die Thüre des Grabes und gieng davon.

Es war aber allda Maria Magdalena und Maria Joses, die setzten sich gegen das Grab, auch andere Weiber, die Jesu aus Galiläg waren nachgefolgt, die schauten zu, wohin und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um und bereiteten Spezerei und Salben, und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gesetz.

Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttag, kamen