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Gesangbuch für die Evangelisch-reformierte Kirche der deutschen Schweiz : [nebst] Anhang [...] / bearb. für den Kanton Schaffhausen
Entstehung
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Geschichte der Passion 51

fehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das ge⸗ sagt, neigte er das Haupt und verschied. Lied Nr. 112, 8; oder Nr. 319, 3.

20. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber thaten sich auf, und es standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und giengen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

Aber der Hauptmann, der dabei stand, ihm gegenüber, und die bei ihm waren und Jesus bewahrten, da sie sahen das Erd⸗ beben, und daß er mit solchem Geschrei verschied, erschraken sie sehr und priesen Gott und sprachen: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mann und Gottes Sohn gewesen. Und alles Volk, das dabei war und zusah, als sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolgt und hatten ihm gedient und sahen das Alles.

Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbath über, baten Pilatus⸗ daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald gieng Blut und Wasser heraus. Solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.

Lied Nr. 112, 5.

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