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Gesangbuch für die Evangelisch-reformierte Kirche der deutschen Schweiz : [nebst] Anhang [...] / bearb. für den Kanton Schaffhausen
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42 Geschichte der Passion.

der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er gieng hinaus und weinte bitterlich. Lied Nr. 298, 1. 2; oder Nr. 246, 10. 11.

8. Die Hohenpriester aber und der ganze Rath suchten falsches Zeugniß wider Jesus, daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keins, wiewohl viele falsche Zeugen herzutraten, denn ihre Aussagen stimmten nicht überein. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: Ich will abbrechen den Tempel Gottes, der mit Händen gemacht ist, und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber ihre Zeugnisse stimmten noch nicht überein. Und der Hohepriester stand auf unter sie und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohe priester abermal: Ich besch vöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seiest Christus, der Sohn Gottes, des hochgelobten? Jesus sprach: Du sagst es, ich bins. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Krast und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelastert; was bedürfen wir weiter Zeugniß? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehört. Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle und sprachen: Er ist des Todes schuldig.

Die Männer aber, die Jesus hielten, verspotteten ihn, speiten aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber verdeckten ihn, schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ists, der dich schlug? Und viele andere Lästerungen sagten sie wider ihn.

Des Morgens aber hielten die Hohenpriester und die Aeltesten des Volks einen Rat über Jesus, daß sie ihn tödteten.

Lied Nr. 141, 1. 2. 3.