Geschichte der Passion. 4¹1
hüterin, sprach zu ihm: Und du warest auch dieses Menschen Jünger einer! Er leugnete aber vor Allen und sprach: Weib, ich bins nicht. Ich kenne ihn nicht, ich weiß nicht, was du sagest. Und er gieng hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte.
7. Aber der Hohepriester fragte Jesus um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit gelehret in der Schule und im Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Winkel geredet. Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, dieselben wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Habe ich übel geredet, so beweise es, daß es unrecht sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich?
Und Hannas sandte Jesus gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus aber stand und wärmte sich. Da sah ihn eine andere Magd und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth! Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Und er leug⸗ nete abermal: Mensch, ich bins nicht und kenne auch den Men⸗ schen nicht. Und über eine kleine Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen: Wahrlich, du bist deren einer; denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenpriesters Knecht, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fieng er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald krähte der Hahn zum andern Mal Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu: Ehe


