36 Am 14. und 15. Sonntage nach Trinitatis.
Am 14. Sonntage nach Trinitatis.
Epistel. Gal. 5, 16—24. (Die Frucht des Geistes.) Oach sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch; dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Re⸗ gieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offen⸗ bar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Un⸗ reinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zaube⸗ rei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und der⸗ gleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütig⸗ keit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten
und Begierden.
Evangelium. Luc. 17, 11—19. (Die zehn Aussätzigen.) 96— es begab sich, da er reisete
gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galiläa. als er in einen Markt kam, begegneten
ihm zehn aussätzige Männer, die stunden von ferne, und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber
Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund worden war, kehrte er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind
hrer nicht zehn rein worden? Wo
Und
sind aber die Neune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.
Am 15. Sonntage nach Trinitatis.
Epistel. Gal. 5, 25—6, 10. (Was der Mensch säet, das wird er ernten.)
So wir im Geist leben, so lasset
uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eiteler Ehre geizig sein, einander zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehl übereilet würde,‚ so helft ihm wieder zurecht mit sanft⸗ mütigem Geist, ihr die ihr geistlich seid; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn, was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säet, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasset uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
Evangelium. Matth. 6, 24—34. (Sorget nicht!)
kann zweien Herren dienen.
(Entweder er wird den einen
hassen und den andern lieben; oder
wird dem andern ver Gott dieng Darum sas für euer L. trinken we Leib, was nicht das und der Le Sehet die an: sie se sie samme und euer sie doch.
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