Nr. 2 Der Tag des Herrn. 2
Herrlichkeit, dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade; dein Licht und echt, das Himmelsbrot, des Geistes Frucht und dein Gebot erfüllen diese Bundeslade.
6. In deinem Haus will ich mir bauen die Hütte, bis ich scheid einmal. Indessen gib mir, dich zu schauen, o Lebenslicht, den Gnadenstrahl! So feir ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Ruh in dir; ach, habe du dein Werk in mir! Vollführe, was du hast begonnen!
7. Wenn sich des Lebens Werktag enden, so ruh, von allem Frondienst los, mein Geist in Gottes Vaterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder tut, als dich zu lieben, dich zu loben. Chr. Wegleiter, 4 1706.
2.
(mel. Unser Herrscher, unser Rönig.) 2
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mich zu lau⸗ter An⸗dacht auf.
2. Ach, wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist.
3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir 0 zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen betet, singt, daß es durch die Wolken dringt.
4. Was ist schöner, als Gott loben? Was ist süßer, als sein Wort? Da das Herz, zu Gott erhoben, offen sieht des Himmels Pfort! Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht.
5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigen⸗ tum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn.
Kasp. Neumann, 1 1715.
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