2
Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen:
Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht
dastehend an des Gottesthrones Stufen,
ihm schauen in sein gnädig Ange— sicht, die Augen sehn, die einst von Tränen flossen
um Menschennot und Herzens—
härtigkeit,
die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit!
6
Wie wird uns sein, wenn durch die Himmelsräume
wir Hand in Hand mit Selgen uns ergehn,
am Strom des Lebens, wo die Lebensbäume
frisch wie am dritten Schöpfungs— tage wehn;
da, wo in ewger Jugend nichts veraltet,
nicht mehr die Zeit mit scharfem Zahne nagt;
da, wo kein Auge bricht, kein Herz erkaltet,
kein Leid, kein Schmerz, kein Tod die Seelen plagt!
Anhang
.
Wie wird uns sein, wenn jeder Blick zur Erde,
ins dunkle Tal, das uns zu Füßen liegt,
und jeder Blick auf jegliche Be— schwerde, die wir, im Glauben wallend, einst besiegt,
die Herrlichkeit des Himmels uns verkläret und den Genuß des Friedens selger macht,
die Freude würzet und die Liebe nähret
zu dem, der herrlich uns hindurch— gebracht!
8
Wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen,
kein Ohr gehört, kein Menschen— sinn empfand,
das wird uns werden, wird an uns geschehen,
wenn wir hineinziehn ins gelobte Land.
Wohlan, den steilen Pfad hinan— geklommen!
Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzu— kommen,
wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert.
Philipp Spitta, 1601—1859.
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Süßes Sonne, o wan
daß ich schau d
Ach wi st der Hätt id heute n


