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Advent 9
9
Christian Gregor, Herrnhut 1784.
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Dein Kö-nig kommt in nie-dern Hül-len, ihn
1.
trägt der lastbarn Es-lin Füllen; empfang ihn froh, Je-ru-sa⸗
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lem! Trag ihm ent-ge⸗gen Friedens-pal-men, be—
*
streu den Pfad mit grünen Halmen. So ist's dem Herren an⸗ge⸗nehm.
2 O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Thronesperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht.
3 Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden, dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaͤubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4 Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht;
du kommst, auf den empörten Triften
des Lebens neuen Bund zu stiften,
und schlägst in Fessel Sünd—50 Tod.
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O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer
verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört.
6 O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rücert, 1788—1866.


