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Unter zweierlei Gestalten Ist das Höchste hier enthalten,* Dessen sie nur Zeichen sind;* Blut ist Trank, und Fleisch ist Speise,* Da sich doch in beider Weise“ Christus unzertheilt befindt.
Wer zu diesem Gastmahl eilet, Nimmt ihn ganz und unzertheilet,* Unzerbrochen, unver— sehrt.* Einer kommt und Tausend kommen, Kei⸗ ner doch hat mehr genommen;* Und er bleibet unversehrt.
Fromme kommen, Böse kommen, Und sie haben ihn genommen,* Die zum Leben, die zum Tod.* Bösen wird er Straf und Hölle,“ From⸗ men ihres Heiles Quelle;* Wie verschieden wirkt dieß Brot!
Siehst das Saerament du brechen,“ Laß das nicht den Glauben schwächen,* Da der Theil so viel enthält,* Als das ganze; nur das Zeichen* Muß da der Zertheilung weichen,“ Die das Wesen nicht entstellt.
Sieh! dieß ist das Brot der Kinder“ Und der Engel, nicht der Sünder,* Das im Pilgerstand uns nährt!* In dem alten Mannabrote,* In des Osterlammes Tode,* Auch im Isaak vorerklärt.
Guter Hirt und wahre Speise,* Jesu! stärk' uns auf der Reise,* Bis in deines Vaters Reich. Nähr uns hier im Jammerthale,* Ruf' uns dort zum Hochzeitsmale;* Mach uns deinen Heil'⸗ gen gleich!
2. Wach ich früh Morgens auf, So sag' ich bald darauf:* Gelobt sei Jesus Christus! Alsdann zieh' ich mich an,* Und fang' zu be— ten an:* Gelobt sei Jesus Christus!


