die, denen es obliegt, für das Haus des Herrn und seine Zier mit ihrem Gewissen einzustehen, mögen bedenken, was der Herr gesprochen hat: Mein Haus ist ein Bethaus! Habt Acht, daß das Haus nicht eine Mördergrube werde. Darum duldet an den heiligsten und fürchterlichsten Orten nicht, was ihr in eueren Schlafkammern nicht dulden würdet.— Der Ministrant soll beim Altare nichts anderes thun, als was er zu verrichten hat.“)
1. Allgemeine Negeln für den Ministranten selbst.
1. Rein sei seine Kleidung— Schuhe— Strümpfe. Ohren— Mund— Gesicht und Hände — das Haar sei gekämmt, und er sei mit einem Schnupftüchlein wohl versehen. Zum Altardienste gehört der Chorrock und die eigene Ministranten— kleidung“*) bestimmt, die Beibehaltung der weltli— chen Kleidung ist höchst unanständig, und verkündiget für Priester und Volk kein großes Lob, es zeigt eine gewisse unverzeihliche Geringachtung der Hand— lung, die daselbst vorgenommen wird. Daher mache
*) Altardiener von dem lateinischen Ministrare id est dienen.
Wie kann es wohl eine so arme und elende Gemeinde geben, die nicht im Stande wäre, vereint mit dem Seelsorger eine Ministrantenkleidung anzuschaffen. Wie kann es ein gläubiger Mensch ansehen, daß ein Ministrant in einer zersetzten beschmutzten Kleidung herumschleicht. Denn 2 vollst. Ministrantenkleidun⸗ gen kommen kaum auf 10 fl. und das wird doch jede Gemeinde, die will— zusaͤmmenbringen.
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